Worauf du beim fotografieren achten solltest
und warum das so wichtig ist!

Kommt dir das bekannt vor? Du schaust dir ein Foto an und wirst einfach das Gefühl nicht los:

„Hier stimmt etwas nicht, irgendetwas stört mich am Bild!“

Doch was genau ist es? Oft sind es die kleinen „Mängel“, welche die Harmonie im Bild stören und dafür sorgen, dass das schöne Bild leider die gewünschte Wirkung verliert.

In diesem Beitrag möchten wir dir die 5 häufigsten Fehler zeigen und geben gleichzeitig Tipps, wie du sie in den meisten Fällen – super einfach – vermeiden kannst.

Interessiert?

Dann lies weiter, du kannst die Situationen auch zu Hause mit deinen Liebsten ausprobieren oder mit Freunden in deiner Freizeit üben. Glaub uns – diese einfachen Tipps zu befolgen lohnt sich, denn der Unterschied ist gewaltig

Lass uns gleich loslegen…

Schwarz/Weiß Porträt einer Braut, mit Tipps zur fotografischen Umsetzung.

Schöne Portraits und 5 Fehler, die du dabei vermeiden kannst:

Bei unseren Tipps handelt es sich um wirklich einfache Kenntnisse, welche du dir gut merken kannst und sie somit bereits im Vorfeld vermeidest – ohne einfach den Auslöser der Kamera durchzudrücken, um anschließend aus der großen Masse etwas Brauchbares ausfindig zu machen.

Denn eines steht bei unserer Art der Fotografie im Vordergrund:  „Klasse statt Masse!“ 

Wie ist es bei dir?

Fehler Nr. 1:  Die sogenannten abgehackten Gliedmaßen

Das klassische Braut-Portrait mit Blumenstrauß befindet sich in den meisten Portfolios der Hochzeitsfotografen. Solche Portraits sind schön, einfach und schlicht, doch bei Bräuten absolut begehrt.

Kommt dem Fotografen eine besonders umwerfende Frau vor die Linse sind fatale Fehler schnell  vor programmiert! Was kann man bei einer umwerfenden Braut den schon falsch machen? Leider sehr viel… Schau mal:

Auf dem Bild links bekommen wir einen leichten Blick auf schöne Hände der Braut. Im rechten Bild verschwinden sie unter dem Blumenstrauß, dadurch wirken die Handgelenke regelrecht abgehackt.

Unter Tipp: Achte vor dem Auslösen darauf, dass die Hände deiner Bräute unter dem Brautstrauß zu sehen sind. Man muss sie nicht komplett sehen, ein leichter Ansatz vom Handgelenk genügt bereits, andernfalls wirken sie unsanft abgeschnitten >> DAS STÖRT DIE HARMONIE IM BILD! 

Fehler Nr. 2: Fehlende Gliedmassen, zu große Nase

Im linken Bild haben sich gleich 2 Fehler eingeschlichen:

1. Beim ersten, ist die Hand der wundervollen Denise unter dem hinteren Ellbogen verschwunden, dadurch wirkt sie ziemlich klobig.

Solche Bilder werden vom menschlichen Auge wahrgenommen und in die Kategorie: Behinderung – eingestuft.

Dies geschieht innerhalb von Sekunden ohne das wir es realisieren, das Foto stößt den Betrachter einfach ab, ist leider sehr schlecht für die Brieftaschen der Fotografen.

2. Beim zweiten Fehler durchquert die (in Wahrheit wirklich kleine) Nase vom Model die Wange, damit wirkt sie deutlich grösser. Was tun um auch das zu vermeiden?

Unser Tipp: Hier hilft es die Körperhaltung der Braut einfach zu spiegeln. Die Hände auf die Seite des Fotografen legen, dabei den Kopf sanft in die selbe Richtung neigen. Voilà – das neue Portrait stahlt regelrecht vor zarter Eleganz und Denise wirkt optisch sogar noch schlanker. 

Fehler Nr. 3: Die Braut mit dem Damenbart und einer großen Nase!

Im linken Bild haben wir das weit verbreitete Phänomen:

Die Nase des Models berührt ihre Lippen, dadurch bekommt sie optisch eine größere Nase mit Damenbart obendrauf!

Welche Braut möchte schon einen Schnurrbart auf ihren Hochzeitsbildern oder eine große Nase? Klar, Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, doch in den meisten Fällen – möchten Frauen schöne Fotos von ihrer Hochzeit.

 Was tun?

Unser Tipp: Merke dir folgende Regel – die Nase vom Model/Braut darf ihre Lippen nicht berühren und sie erst Recht nicht durchkreuzen!

In unserem Fall hat die liebe Paulina ihren Kopf leicht angehoben und siehe da: die Nase wirkt viel kleiner.

Portraits von oben sind sehr schön und aktuell sehr beliebt, doch gerade hier solltest du bitte auf die Nase achten. Da solche Bilder oft auch noch mit Weitwinkel aufgenommen werden, um die Braut schlanker abzubilden, vergrößern sie leider die Wirkung und verkürzen dabei auch noch ihren Hals. 

Fehler Nr. 4:  Wenn der Bräutigam wie ein Pilz aus dem Brautkleid wächst

Auch das kommt öfters vor, bei pompösen Brautkleidern oder auch Bräuten, die etwas stämmiger sind, ist ein solcher Fehler schnell im Kasten.

Der Bräutigam vermittelt in dem Fall der Eindruck – wie ein Pilz aus dem Kleid bzw. aus der Braut zu wachsen. Sein dunkler Anzug vergrößert die Wirkung um ein vielfaches, da hier der Kontrast zwischen hell und dunkel kaum zu übersehen ist. Leider…

Was tun?

Nun, diesen Fehler kannst du dir ziemlich gut merken und wohl kaum jemals wieder vergessen. Wir helfen dir ihn auch noch zu vermeiden, wie immer super einfach und wirklich schnell.

Unsere Tipps: Dir stehen einige Möglichkeiten zur Verfügung, hier sind ein paar von ihnen!

  • Wähle einen anderen Blickwinkel, mehr von der Bräutigam-Seite.
  • Lass ihn mehr Abstand zur Braut einnehmen z.B. sich an den Händen halten im etwa 1m. Abstand.
  • Lege das Brautkleid auf die gegenüberliegende Seite.
  • Anstatt einer Totalen, entscheide dich für ein Halbporträt.

Ganz gleich für welche Variante du dich auch entscheidest, seine Beine sollten zum Großteil wieder sichtbar werden.

Fehler Nr. 5: Durchgestreckte Gliedmaßen wirken auf Fotos steif

Es findet sich kaum eine Frau auf der Welt, welcher durchgestreckte Arme, in irgendeiner Form schmeicheln – das steht nicht einmal den Supermodels!

Solch eine Körperhaltung sieht nun mal unnatürlich aus und bringt auch noch einen weiteren negativen Effekt mit sich: Durch das Anpressen vom Ellbogen an die Taille, macht eine Braut ihren Oberarm noch breiter.

Im Anschluss folgt der Spruch der Braut:

„Mein Arm sieht so komisch und so dick aus! Kannst du ihn schmaler machen?!“  

Vielen Kollegen bleibt nichts anderes übrig als mit Photoshop zu verflüßigen. Was wiederum Zeit kostet, die nur selten bezahlt wird. Dabei ist es so einfach, diesen Fehler von vorne herein zu vermeiden. Wie?

Unser Tipp: Bitte deine Braut ihre Ellbogen leicht zu beugen und die Pose sieht gleich viel entspannter aus.

Auf diese Art bekommst du sogar zwei positive Effekte: Einerseits sinken ihre Schultern automatisch nach unten, die Pose wirkt locker und nicht mehr verkrampft. Gleichzeitig bekommst du eine Einsicht auf ihre Taille und die Braut schaut optisch schlanker aus. 

Wann achten wir auf all diese Fehler?

Dass solche Dinge nur während der Portraitsession vom Getting-Ready oder beim Paarshooting zu korrigieren sind, ist wohl selbstverständlich. Bei einer Trauung geht das schlecht, ist auch nicht notwendig – da es sich um Reportagebilder handelt, hier zählen andere Werte.

Bei Portraits ist uns wichtig den Charakter der jeweiligen Person einzufangen, dabei dürfen grobe Fehler auf keinen Fall die Harmonie im Bild stören!

Unsere Tipps sind sehr einfach und lassen sich während des Fotoshootings schnell anwenden. Gleichzeitig verringern sie hier und da, deine Arbeitszeit am Rechner, darüber freut sich doch jeder von uns, schließlich bleibt damit mehr freie Zeit und dein Stundensatz fällt deutlich höher aus…

Ach hier noch ein kleiner Tipp, jedoch mit großer Wirkung: Begründe dem Paar gegenüber deine Korrekturen,  damit erhöhst du das Vertrauen in deine Kenntnisse als professioneller Fotograf/in und beeindruckst auch alle umstehenden Gäste. 

Möchtest du weitere Tipps zur praktischen Umsetzung in der Hochzeitsfotografie?

Dann schau gleich >> hier << vorbei, in unserem Blog findest du zahlreiche Tipps zu vielen Bereichen in der Hochzeitsfotografie und jetzt auch für Boudoir.

Denke daran, neben dem Licht, der Komposition und dem Bildaufbau – ist in der Peoplefotografie die Körpersprache SEHR wichtig. Beachte sie und deine Bilder gewinnen an größerer Aufmerksamkeit.

Wir wünschen dir großartige Ergebnisse und immer gutes Licht!

 

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